Adana Kelim, cm 378 x 163

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Ganz der sommerlichen Jahreszeit entsprechend, führen wir Sie diesen Monat ganz in den Süden von Anatolien, wo sich die gleichnamige Stadt, resp. Region befindet, in der dieser Adana Kelim Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angefertigt worden ist.

Die liebevolle, erstaunlich feingewobene Ausarbeitung weist einmal mehr darauf hin, dass dieses Flachgewebe für den Eigengebrauch bestimmt gewesen ist, um den kalten Boden zu schmücken oder den persönlichen Hausrat abzudecken.

Im Verlaufe des modernen 20. Jahrhunderts und bis heute dominieren gleichmässige, achsensymmetrische Muster in fast ausschliesslich allen Gegenständen aller Art, die uns umgeben. Perfektion und Repetition werden dabei zum grössten Feind der eigenen Individualität und Fantasie.

Auf den ersten Blick scheint auch dieser Adana Kelim einen gleichmässigen Musteraufbau zu haben. Jedoch weit gefehlt! Achten Sie einmal auf die Vielzahl der Füllmotive, die um die Hauptmedaillons verstreut sind. Wie sich diese Amulette und Talismane unregelmässig abwechseln und sich zumindest farblich nicht einmal identisch wiederholen.

Beeindruckend ist schliesslich auch die Hautbordüre, wo die Schöpferin ihr ganzes Können und Ihre Erfahrung mit den mystischen Medaillons bewiesen hat. Und um die Ausdruckskraft noch zu verstärken, hat Sie die Hauptmedaillons mit einer blütenweissen Baumwolle eingefasst und dadurch den ganzen Kelim zum Leuchten gebracht.

Das Läuferformat scheint für ein Entrée oder eine geeignete Wand prädestiniert zu sein, wird aber gleichmassen eine Galerie oder ein Durchgang im Schlafzimmer oder in einem anderen Wohnraum wirkungsvoll schmücken. Um das zu erkennen braucht es nun wirklich keine ausserordentliche Fantasie, sondern lediglich der Wunsch nach einer persönlichen Individualität.

Der Adana Kelim ist ein Unikat – wir zeigen Ihnen gerne mehr.

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