Kazak Verneh, um 1850, cm 179×166

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In einem seriösen Fachgeschäft sollte es im Allgemeinen selbstverständlich sein, dass man leidenschaftlich von jedem Objekt im Sortiment punkto Qualität und Erscheinungsbild überzeugt ist und auch beim Einkauf ständig Moral und Fairness berücksichtigt.

Jedoch finden sich darunter immer sogenannte ‚Nesthäkchen’, die auch wir eigentlich nur ungern verkaufen, weil Sie höchst selten sind und ein wundervolles Einzelstück darstellen. Der Wonnemonat Mai verdient es aber, dass solch ein Exemplar nun im wahrsten Sinne des Wortes als Fenster zu unseren Räumlichkeiten einen noblen Platz findet.

In der Fachliteratur wird diese Zierdecke, ein Flachgewebe in gemischter ‚Verneh’- und ‚Sumakh’-technik, den Kaukasischen Kazak zugeordnet. Charakteristisch ist das fliesenartig aufgebaute, alte Kassettenschema, gebildet aus Hakenornamenten in wechselnden Farben. Es wird vermutet, dass dieses Ornament innerasiatischen Ursprungs ist, da es eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Chinesischen ‚Shou’-Glücksmotiv aufweist.

Der Zustand für das hohe Alter, welches auf ca. 1850 datiert werden darf, ist kaum zu bemängeln. Und die subtil aufeinander abgestimmten Naturfarben sind auf dem einzigartigen, safrangelben Innenfeld für den Kenner, und vermutlich auf für den Laien, einmal mehr eine Bestätigung, dass gewobene und geknüpfte Teppiche grossartige Kunsthandwerke darstellen.

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