Marasali, cm 194 x 140

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Im 20. Jahrhundert haben sich viele Bereiche aller Handwerkskünste in Bezug auf die Individualität und Originalität der Muster, wie auch in den Farbgebungen eher eintönig und in der Regel axialsymmetrisch entwickelt. Und leider hatte in diesem Zeitalter und bis heute auch die Qualität der verwendeten Materialien nicht mehr einen sehr hohen Stellenwert.

Allerdings gehören diese drei Komponenten, d.h. Material, Musteraufbau und Farbgebung, wie eine Familie eng zusammen, damit z.B. ein Möbel, ein Gemälde oder sonst ein Einrichtungsgegenstand und somit auch ein Teppich einen fast magischen Ausdruck erhält.

Ein wunderbares Beispiel einer solchen Harmonie vergangener Zeiten zeigen wir Ihnen dieses Mal mit diesem herrlichen Marasali aus dem Shirvan Gebiet im Osten des Kaukasus, der um 1900 für den Eigengebrauch angefertigt worden ist.

Beachten Sie in Ruhe einmal die vielfältige, freie Anordnung der zahlreichen Füllmotive im königsblauen Innenfeld und auch die Belegung der einzelnen Stangenrauten-Medaillons – in sich alle ähnlich und doch verschieden.

Beachten Sie auch die Musterfarben – liebliche Gelb-, Hellblau-, Hellgrün- und Rot-Töne, die aufgrund der verwendeten hochwertigen Schurwolle perlmuttartig erstrahlen. Und als Gedicht bezeichnen wir die weissgrundige Hauptbordüre mit seiner geometrische, stilisierten Blütenranke, die durchgehend begleitet wird von kleinen, kammförmigen, sogenannten Muska, die Talismane darstellen und somit Glück bringen sollen.

Der Kenner und Sammler wird sich wohl wundern, weshalb dieser Teppich ein Marasali sein soll, da der Musteraufbau dieser Gruppe vornehmlich als Gebetsteppich bekannt ist – nun, wie heisst es so schön: die Ausnahme bestätigt die Regel und schliesst zudem unsere Geschichte als i-Tüpfelchen ab - worauf wir schmunzelnd stolz sind.

Der Marasali ist ein Unikat – wir zeigen Ihnen gerne mehr.

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